Kloster Thyrnau

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Zisterzienser-Orden

Kunstvoll umgehen mit Nadel und Faden

Die Paramenten- und Fahnenstickerei

Für Papst Benedikt XVI. durften wir zum Pastoralbesuch in Bayern ein Messgewand und eine Mitra schaffen. Der heilige Vater trug dies am 11. September 2006 bei der großen Eucharistiefeier auf dem Kapellplatz in Altötting. So dürfen wir uns auch auf diese Weise mit  Papst Benedikt XVI. tief verbunden wissen. 

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Damit Gott in allem verherrlich werde, heißt es in der Regel des heiligen Benedikt. Das gilt auch für unsere Arbeit. Wir Thyrnauer Zisterzienserinnen stehen mit dem Sticken in der Tradition unseres Stammklosters Rathausen und dem späteren Kloster Vezélise, aus denen wir jeweils aufgrund politischer Wirren vertrieben wurden. Unsere Paramenten- und Fahnenstickerei zählt heute zu den herausragenden Betrieben in ganz Deutschland, in denen solche Kunst und solches Handwerk beherrscht werden. 

Im Lauf der Jahrzehnte haben es die Äbtissinnen als Meisterinnen und ihre jeweiligen Mitarbeiterinnen in den Stickformen wie etwa Nadelmalerei, Goldstickerei, Leinenstickerei oder Weißstickerei mit ihrer künstlerischen Begabung immer wieder neue Akzente gesetzt. Seit 1952 bilden wir aus und geben unser Können und Wissen an junge Frauen weiter. 

Heute gehen wir auch der sogenannten freien Stickerei, also der Gestaltung einer Fläche in freier Entscheidung mit Nadel und Faden, gezielt nach. Das lässt Raum für unsere Kreativität und Gestaltungsfreude sowie für die Wünsche unserer Kunden. 

Mit unserer Hände Werk tragen wir somit bei zur festlichen Feier der Liturgie und verschönern die Gottesdienste. Letztlich geht es uns um einen künstlerischen Zugang der Menschen zum göttlichen Geheimnis. 

Hier können Sie sich ausführlich informieren über die Entwicklung der Paramente 

Hier können Sie sich ausführlich informieren über die Entwicklung der Stickerei im Kloster Thyrnau 

Die Paramenten und Fahnenstickerei

 

Sr. Mechthild Bernart OCist

Einführung

Bevor ich den klösterlichen Arbeitsbereich Stickerei beschreibe, möchte ich noch einmal kurz auf das benediktinische Verständnis von Arbeit eingehen. Als Zisterzienserinnen leben wir ja nach der Regel des hl. Benedikt, die dieser vor rund 1500 Jahren in Italien für seine Mönche auf dem Montecassino geschrieben hat.

Der hl. Benedikt und die Arbeit

Der hl. Benedikt schreibt in seiner Regel (RB) in mehreren Kapitel über die Arbeit und unterscheidet dabei zwischen Arbeit allgemein, Feldarbeit, Handarbeit, Handwerk und Beruf.

 
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Er unterscheidet aber auch verschiedene Formen von Arbeit, wie
  • Dienstleistungen innerhalb der Gemeinschaft, Küchendienst, Tischdienst, Zeichen geben (z.B. Glocke läuten), Pfortendienst, Verwaltung;
  • Arbeiten auf dem Feld, in den Werkstätten und auf dem Bau, und
  • die Verkündigung des Wortes Gottes.

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