Kloster Thyrnau

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Zisterzienser-Orden

Beten - frei werden für Gott

Wir laden ein zum persönlichen Beten und Nachdenken:

Ora et labora. Beides gehört zusammen. Beten und Arbeiten, daraus ist unser Leben gemischt, wie Einatmen und Ausatmen. Beten hält uns den Himmel offen. Wer betet, bleibt nicht in sich gefangen, sondern macht sich frei für Gott und den Nächsten.

Jede Lebenslage hat ihr eigenes Gebet.

Wo können wir denn beten?
An allen Orten des Lebens; im stillen Kämmerlein und auf den Straßen der Stadt, an heiligen Orten und in Gottes freier Natur.

Und wann sollen wir beten?
Täglich, am besten zu einer gewohnten Zeit.

Wie können wir beten?
Sprechend oder schweigend, mit gefalteten Händen oder ausgebreiteten Armen, im Knien und Stehen. Und in allen Sprachen, denn bei Gott sind alle Menschen zu Hause. Entscheidend bleibt, dass wir mit dem Herzen beten.

Wir laden Sie ein, dies mit uns zu tun.

Du Gott des Weges,
segne uns,
wenn wir dein Rufen vernehmen,
wenn dein Geist uns ermuntert
zum Aufbrechen und Weitergehen.
Du Gott des Weges,
begleite und behüte uns,
wenn wir aus dem Alltag ausbrechen,
uns verabschieden von Tagesgewohnheit,
wenn wir festgetretene Pfade verlassen
und neue Wege wagen.

Du Gott des Weges,
wende uns dein Antlitz zu,
wenn wir zagen und mutlos werden,
wenn uns die Kräfte verlassen, uns Schmerzen plagen,
wenn wir Umwege gehen müssen und Orientierung suchen.

Du Gott des Weges,
mach uns aufmerksam,
wenn wir Menschen begegnen,
wenn die Sonne uns wärmt und Blumen am Wegrand blühen,
wenn Wasser uns erfrischt und die Sterne leuchten
auf dem Weg durch das Leben.

Du Gott des Weges,
sei mit uns auf dem Weg,
zu uns selbst, zu den Menschen, zu dir.

Segne uns mit deiner Güte,
zeige uns dein freundliches Angesicht
auf all unseren Wegen.

Mariengebete während des Tages

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Jeden Tag beginnen und beschließen wir mit dem Gruß an die Gottesmutter Maria.
Die Muttergottes wird bei unseren Gebeten dreimal am Tag besonders gegrüßt und um ihre Hilfe
angerufen:
  • Mit dem „Sub tuum“ („Unter deinen Schutz und Schirm“) beginnen wir den Tag und
  • mit dem "Salve Regina" ("Gegrüßet seist du, Königin") beschließen wir ihn.

Am Nachmittag grüßen wir sie nach der Vesper je nach Jahreszeit mit einer der großen Marianischen Schlussantiphonen:

  • dem "Alma Redemptoris mater", dem "Ave Regina coelorum" oder dem "Regina coeli"

Auch am Ende der Komplet wird Maria, die Mutter des Erlösers, die Himmelskönigin gegrüßt und um
ihre Fürsprache angerufen:

Salve Regina
Salve, Regina,
Mater misericordiæ,
vita, dulcedo
et spes nostra, salve.
Ad te clamamus,
exsules filii Evæ.
Ad te suspiramus gementes et flentes
in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos
ad nos converte.
Et Iesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis, post hoc exsilium ostende.
O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria! 
Salve Regina (Sei gegrüßt, o Königin)
Mutter der Barmherzigkeit;
Unser Leben, unsere Wonne
Und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
Zu dir seufzen wir
trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gesegnete Frucht deines Leibes!
O gütige, o milde, o süße Jungfrau!
Maria! 
 


Das Gebet "Memorare" wird dem hl. Bernhard von Clairvaux zugeschrieben

Memorare 
Memorare, o piissima Virgo Maria, non esse auditum a sæculo, quemquam ad tua currentem
præsidia, tua implorantem auxilia, tua petentem suffragia, esse derelictum. Ego tali animatus
confidentia, ad te, Virgo Virginum, Mater, curro, ad te venio, coram te gemens peccator assisto. Noli,
Mater Verbi, verba mea despicere; sed audi propitia et exaudi. Amen. 
„Gedenke, gütigste Jungfrau Maria, es ist von Ewigkeit nicht gehört, dass jemand, der zu Dir seine
Zuflucht nahm, deinen Beistand anrief, um deine Fürsprache flehte, von dir verlassen worden sei.
Von diesem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, Jungfrau der Jungfrauen; Mutter, zu Dir komme ich; vor
Dir stehe ich seufzend als Sünder. O verschmähe nicht meine Worte, du Mutter des Wortes, sondern
höre mich gnädig an und erhöre mich. Amen.“ 


 


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